Wer in die Fußstapfen anderer tritt,
hinterlässt keine eigenen.
Verfasser unbekannt.
Stellen Sie sich vor,
jemand bietet Ihnen die Chance eine unglaubliche Story zu schreiben, die auf einer wahren Begebenheit beruht und vor Spannung sowie dramaturgischen Wendungen nur so strotzt.
Das könnte für Sie ein Glückstreffer werden.
Oder geistert in Ihrem Kopf schon seit geraumer Zeit eine Geschichte umher, die Sie unbedingt zu Papier bringen wollen, weil Sie glauben der Stoff eigne sich für ein Buch? Vielleicht Ihr eigens Leben?
Doch bevor Sie Ihren Geist unnötig strapazieren, bremsen Sie Impetus nebst Euphorie und informieren sich zunächst über Verlagsanforderungen.
Es ist letztendlich egal, was sie einem Verlag anbieten, alles Erzählte muss plausibel sein – durchgängig plausibel und in das Programm eines Verlages passen.

Schauen Sie bitte in die Rubrik „Sie schreiben?“
Dort finden Sie unsere Verlagsbedingungen und wertvolle Tipps die Sie ernsthaft beherzigen und Ihre Manuskripte daraufhin sorgfältig prüfen sollten. Sie möchten schließlich auch, dass wir mit Ihrem Veröffentlichungsvorschlag in gleicher Weise umgehen.

Gern erwarten wir Ihre Exposé.

Wissenswertes zum Thema

Gedanken im Herbst
Ein Harzer Forstmann und Jäger erinnert sich.
von Gerhard Berger

Ein beachtenswertes Buch; der geneigte Leser kann die Leidenschaft des Autors zu seinem Beruf mit jeder Zeile nachempfinden.
In der Tat ein außergewöhnliches Dokument deutscher Zeitgeschichte aus einer eher ungewohnten, oder gerade deshalb, hochinteressanten Perspektive geschrieben.

Thüringer Jäger
Pressetext(Auszug)
Ausgabe Februar 2008

Zahlreiche Erlebnisse in heimatlicher Natur erlauben dem Leser einen faszinierenden, individuellen Einblick in ein Jäger- und Försterleben. Im Mittelpunkt der Erinnerungen steht die Hege des Wildes, insbesondere des Rotwildes und die Einheit von Wald und Wild als Lebens- und Wirtschaftsraum.
Der Autor Gerhard Berger versteht es meisterhaft, jagdliche und forstliche Leistungen herauszuarbeiten und Bezüge zur Gegenwart herzustellen. Dem Forstmann und Jäger aus Berufung ist es gelungen, kritisch Erkenntnisse von Zeitzeugen und Weggefährten zu verarbeiten, seine eigenen Ansichten weiterzuentwickeln und anschaulich dazustellen.
Insgesamt liegt ein besonders gut geschriebenes, lesenswertes Werk vor. (…)
Das Buch „Gedanken im Herbst“ wird allen Jungjägern empfohlen.
J. Dahlems

Liebes Rhapsodie

von Hein HauptDem ansonsten eher pragmatischen Geschäftsmann Hein Haupt gelingt mit dieser Autobiografie ein Stück seines Lebens als facettenreiche Lebensbeichte mit beeindruckender Feinfühligkeit zu schildern. Er beschreibt eindrucksvoll und nachvollziehbar das Portrait einer bittersüßen Liebe - der Liebe seines Lebens - vor dem Hintergrund deutscher Zeitgeschichte. Wer dieses Buch gelesen hat, lernt einen sensiblen Menschen mit außergewöhnlicher Beobachtungsgabe, Menschenkenntnis und Originalität kennen.

Leseprobe

Mich zog es wieder in den Außendienst und in den Harz. Die damalige Länderaufteilung in Bezirke war willkommener Anlass um, wie sagt man so schön, die Kurve zu kratzen.
Raus, nur raus!
Das angebotene Revier Knaupsholz gefiel mir. Zwei Drittel bis Höhe Drei-Annen-Hohne waren Plateaulage, ein Drittel oberhalb bis zum Glashütten-weg, zum Trudenstein und bis zur Wormke zählte schon zum Oberharz.
Unschön dagegen war die Lage der Dienstwohnung in einer Häuserzeile der Kleinstadt Elbingerode. Außerdem lagen zwischen Wohnort und Revier noch ein paar Kilometer Fußmarsch oder Fahrstraße mit dem »Dienstfahrrad«.
Wir wohnten auch nicht allein im Haus. Ein älteres Ehepaar mit Tochter, deren Mann an der Ostfront vermisst war, und außerdem eine einzelne Frau, ihr Mann noch in russischer Kriegsgefangenschaft, wohnten in der oberen Etage. Es kam leider mit dem Ehepaar, vielmehr mit der Frau, die sich ältere Rechte anmaßte und in der Rolle als Oberhaupt des Hauses gefiel, immer wieder zu kleineren Reibereien.
Sie hatte übrigens Verwandte »im Westen« und war so mit allen möglichen Dingen versorgt, die wir und viele andere entbehren mussten, die jedenfalls für uns Seltenheitswert hatten.
Mit diesen Vorzügen gab sie an, »wie eine Lore Affen«.
„Wilhelm, willst du Kaffee?“ So rief sie nachmittags oft aus dem Fenster. Wilhelm, der im Hof herumwerkelte, brummte etwas vor sich hin, was wohl Zustimmung bedeuten sollte.
„Wilhelm, willst du Ostkaffee oder willst du Westkaffee?“
Wilhelm brummte wieder. Er hatte sowieso nichts zu melden, und das laute Fragen war eigentlich nur für die Nachbarschaftsohren bestimmt.
Es war eine unschöne Situation, aber ich hatte ein Revier, das war die Haupt-sache. Der gegenwärtige Zustand musste ja auch nicht ewig anhalten. Dort, von Elberingerode aus, schoss ich meine ersten Sauen, die allererste, ein Überläuferkeiler, auf einer Drückjagd mit 8mm Posten, damals noch erlaubt.
Die Sau kam ziemlich flott und blieb am Anschuß. Wie stolz war ich, das erste Stück Hochwild.
Vorbeigeschossen habe ich aber auch genug.
Die Jagd wurde damals noch unter der Regie der Polizei-Jagdkommandos ausgeübt, die mit ihren Waffen, alles Doppelflinten, herumreisten.
Wir bekamen zu organisierten Drück-und auch Ansitzjagden die Gewehre und dazu abgezählte Patronen gegen Unterschrift ausgehändigt, und hatten die nach der Jagd zurückzugeben sowie den eventuellen Verschuß abzurechnen. Es wurde nur auf Schwarzwild gejagt, Rot-und Rehwild waren tabu.
Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen der Elbingeroder Feldflur machten immer wieder die Schwarzkittel Schaden, so kamen diese Jagdeinsätze recht häufig vor. Auch in die Nachbargemeinden und - Reviere wurden die Forstleute und die zivilen Jagdbeflissenen eingeladen.
Einmal saßen wir morgens in der Elbingeröder Flur an, Richtung Trogfurter Brücke.
Als es dämmrig wurde, fiel rechts von mir ein Schuss, das war Rudolf Pecher, der Revierförster vom Barenberg. Als ich dann hinging (selbst hatte ich kein Haar gesehen) stand er kopfschüttelnd am Anschuß, aber doch der festen Überzeugung, eine allein angewechselte stärkere Sau getroffen zu haben.
Aber keine Pirschzeichen, wir haben jedenfalls keine gefunden.
Was nun?
Die Waffen mussten abgegeben werden, das Kommando rückte an diesem Morgen ab, ich glaube nach Königshütte.
So wurde dem mit Recht misstrauischen Kommandoführer ein Fehlschuss gemeldet, und wir, wir waren vier Berufskollegen, sind zum Anschuss zurückgegangen.
Ich hatte zwischenzeitlich meine Teckelhündin Bärbel von zu Hause geholt, die nahm am Riemen sehr interessiert die Fährte in ein Fichten-Stangenholz auf, das noch keine Axt gesehen hatte.
„Der Hund ist falsch, die Sau ist in diese Richtung, das habe ich genau gehört“, so Rudi.
Bis auf Prüfungssuchen hatte ich von praktischen Nachsuchen noch überhaupt keine Ahnung, da bin ich einfach hinter der Hündin hergelaufen, wie sie so straff im Riemen lag. Schweiß fand ich nicht oder habe ihn im Dämmerlicht des Stangenholzes übersehen, nur darauf bedacht, in dieser Brake meine Augen vor den peitschenden Ästen zu schützen.
Jedenfalls, Bärbel fand nach ein paar hundert Metern die längst verendete Sau.
Soweit ich mich erinnern kann, war es wohl ein vierjähriger Keiler, ein ganz ordentlicher Kasten.
Die Freude war bei uns allen groß, besonders der Erleger war glücklich. Und ich habe meinen Hund abgeliebelt für diese erste erfolgreiche Nachsu-che. Viele sollten in meinem Jägerleben noch folgen, dann aber vor allem mit meinen Hannoverschen Schweißhunden.
Ja, nun lag die Sau, der Rest ist schnell erzählt.
Die Blutwurscht
von Reiner Nothelfer

Ein unverzichtbarer Bestandteil der "Blutwurscht" - unter dieser selbst gewählten Bezeichnung versammelt sich das kaufmännische "who-is-who" der Bodenseeregion Ravensburg schon im 19.Jahrhundert vermehrt sich und gedeiht Familie Thommel, deren 130jährige, gewaltig expandierende Familiensaga immer wieder hanseatische Züge aufweist.
Und während man dem brillant schreibenden Autor durch die pointiert skizzierten Szenen einer Familiengeschichte folgt, wird man in die unausweichlichen Ränke der sich einander ablösenden Generationen hineingezogen.
Ihre vielfältige Fruchtbarkeit erinnert mehr als einmal an eine gewisse Kaufmanns-Familie aus Lübeck. Intimes also, durchsetzt mit schlaglichtartigen Einblendungen, und zeitgeschichtlicher Wirklichkeit führt uns nicht nur in Geschäftsträume und Schlafzimmer der Thommels, sondern bringt uns nahe, mit welch bemerkenswerter Energie dieser Familienclan Kriege und Weltwirtschaftskrisen bewältigt hat.
Dieser Roman ist unbedingt lesenswert - nicht nur für die Menschen der Ravensburger Region oder "Blutwürschte" - weil er Botschaften enhält, die Hoffnung und Lust auf Zukunft macht.

Gerhard Berger
Oberforstmeister i.R., 1927 in Nordhausen geboren, fühlte schon seit seiner Kindheit eine starke Liebe zur Natur.
Bestärkt durch Mutter und Großeltern begann er seine Ausbildung als Forstanwärter. Mit 17 Jahren wurde er kriegsverpflichtet, konnte aber nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft seine Berufsausbildung fortsetzen. Er absolvierte ein Fach- und ein Hochschulstudium.
Ab 1954 war er 18 Jahre Revierförster in Schierke/Harz. 1972 wurde er nach Südthüringen versetzt und war von 1974 bis 1990 in der Abteilung Forstwirtschaft des damaligen Rates des Bezirkes Suhl tätig.
Forst und Jagd und auch seine treuen Begleiter, die Hannoverschen Schweißhunde, waren Hauptinhalte seines Lebens.

Gerhard Berger
zu seinem Buch:
Gedanken im Herbst habe ich dieses Buch überschrieben. Ohne jedoch Trübes aufkommen zu lassen, will ich nun in meinen Erinnerungen kramen.
Komisch, ich ertappe mich immer wieder dabei, mein Denken geht oft in die rückliegenden Jahrzehnte.Erinnerungen gibt es tausende, gute und weniger gute, gar böse.
Noch zur Kriegsgeneration gehörend und mit schlimmen Erlebnissen belastet, will ich doch auf dieses traurige Kapitel weitgehend verzichten.
Ich will lieber schreiben von Wald und Wild, von den Dingen, die mich mein Leben lang begleiteten, oder besser, denen ich mich widmen durfte.